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10.05.2011
Kooperation für die Schifffahrt
Maritimes Cluster gestartet - Synergieeffekte als Ziel. Drei Nord-Bundesländer wollen im Verbund mehr für die Branche erreichen.
Gestern fiel im Maritimen Museum in der Hafencity der Startschuss für das Maritime Clustermanagement Norddeutschlands. Die Länder Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein arbeiten zukünftig zusammen, wenn es um die Förderung der Branche geht. Bei der Auftaktveranstaltung mit mehr als 200 Teilnehmern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik wurden Projekte und Netzwerkstrategien zur Stärkung der maritimen Wirtschaft im Norden vorgestellt.
Gemeinsam mit Niedersachsens Wirtschaftsminister Jörg Bode (FDP) und der schleswig-holsteinischen Staatssekretärin Cordelia Andreßen unterstrich Wirtschaftssenator Frank Horch die Potenziale der Schifffahrt. Sie entstehen laut Horch durch den technologischen Fortschritt und die damit einhergehende Innovationskraft. "Durch das erste länderübergreifende Netzwerk der norddeutschen maritimen Wirtschaft können erhebliche Synergieeffekte sowie Vernetzungs- und Effizienzgewinne erschlossen werden", so der Senator. Das Cluster sei ein einzigartiges trilaterales Kooperationsprojekt. Auch Bremen und Mecklenburg-Vorpommern haben bereits Interesse an einer Mitwirkung signalisiert.

"Die maritime Wirtschaft denkt global. Deshalb müssen ihre Interessen in einem starken Verbund vertreten werden. Dies gilt besonders vor dem Hintergrund der Aktivitäten der Europäischen Kommission für eine integrierte Meerespolitik. Hier können wir mit gebündelten Kräften am meisten erreichen", sagte Bode. Das maritime Cluster solle das Angebot für die Unternehmen abrunden, um eine bestmögliche Unterstützung im Kampf um die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit zu erreichen.

Staatssekretärin Andreßen betonte, dass durch das Cluster auch die Wissenschaft zu einem der wichtigsten Wachstumsbereiche im Norden entwickelt werden solle. "Wir verstehen uns nach innen als Partner im Einwerben von Investitionen und Forschungsprojekten. Nach außen zeigen wir, dass die maritime Wirtschaft bei uns zu Hause ist."

Zum Cluster gehören Werften und Zulieferer, Offshore und Meerestechnik sowie die Verknüpfungen mit Schifffahrt, Reedereien und Hafenwirtschaft. Aufgabe sei es, über Ländergrenzen hinweg Unternehmen und Forschungseinrichtungen in innovativen Projekten zusammenzuführen und die Projektumsetzung zu begleiten, sagte Niko von Bosse, Leiter des Clustermanagements.

Mit Geschäftsstellen in Hamburg, Elsfleth und Kiel sei eine schnelle und ortsnahe Betreuung der Unternehmen sichergestellt. Organisatorisch liegt die Verantwortung für das Cluster bei der Wirtschaftsförderung und Technologietransfer Schleswig-Holstein GmbH (WTSH) mit Sitz in Kiel, die unter anderem bereits das Maritime Cluster Schleswig-Holstein betreut.

Die Welt, Stephan Maaß