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10.01.2012
Entwurf der Planfeststellung für die Elbvertiefung liegt vor
Beschlüsse dazu werden spätestens in diesem Frühjahr erwartet
Die Planfeststellungsbehörden bei der WSD Nord in Kiel und Hamburg haben den Entwurf des Planfeststellungsbeschlusses für die Elbvertiefung fertiggestellt.

Wie die WSD Nord am Freitag weiter mitteilte, wurde das Papier zur Erteilung des Einvernehmens an die Länder Niedersachen, Hamburg und Schleswig-Holstein gesandt. Die drei Bundesländer sollen nun für die Belange der Wasserwirtschaft und der Landeskultur ihr Einvernehmen erklären. Das ist Voraussetzung für den endgültigen Planfeststellungs-beschluss.
Die Behörden haben in dem rund 2400 Seiten starken Papier alle von dem Vorhaben betroffenen Einwendungen von Bürgern sowie von Behörden, Verbänden und Vereinen sorgfältig geprüft und Anordnungen zur Wahrung der Interessen von Betroffenen und der Umwelt gemacht.

Sobald die Länder das Einvernehmen erteilt haben, kann der Planfeststellungsbeschluss erlassen und bekannt gemacht werden. Den Antrag auf Planfeststellung für die Fahrrinnenanpassung von Unter- und Außenelbe hatten der Bund (vertreten durch das Wasser- und Schiffahrtsamt Hamburg) und die Stadt Hamburg (vertreten durch die Hamburg Port Authority) im September 2006 gestellt.

Ziel: Großcontainerschiffe mit Tiefgängen bis zu 14,50 Meter sollen den Hamburger Hafen tideabhängig voll beladen anfahren können. Containerschiffen mit Tiefgängen bis zu 13,50 Meter soll eine tideunabhängige Fahrt ermöglicht werden.

Die EU-Kommission hat die geplante Elbvertiefung bereits am 6. Dezember 2011 gebilligt Der Bund und Hamburg rechnen damit, dass spätestens in diesem Frühjahr die Planfeststellungsbeschlüsse erlassen werden können.

FBi, THB 02.01.2012