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13.12.2010
Tajani unterstützt Elbvertiefung
Hamburg wird in dieser Woche das Verfahren zur Genehmigung der Elbvertiefung bei der Generaldirektion Umwelt derEuropäischen Kommission in die Wege leiten.
Das erklärte Hamburgs Bürgermeister Christoph Ahlhaus (CDU) am Freitag nach einem Arbeitsgespräch mit EU-Kommissionsvizepräsident Antonio Tajani. Weitere Teilnehmer waren Handelskammer-Präses Frank Horch sowie Wirtschaftsstaatsrat Peter Wenzel.
Ahlhaus sprach in diesem Zusammenhang vom wichtigsten Thema für die  Zukunftsfähigkeit der Hamburger Wirtschaft. Der  EU-Kommissionsvizepräsident bejahte die Bedeutung des Projektes für die Hamburger Wirtschaft. Er bot an, sich für einen schnellen und erfolgreichen Abschluss des Verfahrens einzusetzen und seinen Amtskollegen Janez Potocnik entsprechend zu informieren. Zugleich sprach sich der Bürgermeister für eine stärkere öffentliche Unterstützung der gesamten Schiffbaubranche aus. Die Weltwirtschaftskrise habe auch die Werften in Hamburg getroffen. Tajani teilte diese Einschätzung. Er hob hervor, dass angesichts der Konjunkturlage und der hohen Schiffbausubventionen in vielen Ländern der Welt auch das europäische Wettbewerbsrecht eine Unterstützung des heimischen Schiffbaus durch Bundes- und Länderregierungen zulassen sollte. Diese käme auch Hamburger Unternehmen des Sektors zugute. Zur Elbvertiefung hat sich kürzlich auch der Industrieverband Hamburg (IVH) geäußert. Es wäre für den Wirtschaftsstandort Hamburg und für ganz Deutschland verheerend, sollte die Fahrrinnenanpassung später als geplant kommen, soIVH-Chef Hans-Theodor Kutsch. "Dann droht die Abwanderung großer Reedereien und in Folge der Verlust zahlreicher Arbeitsplätze. Deshalb fordere ich eine parteiübergreifende Allianz zur Beschleunigung der Elbvertiefung."

FBi, THB 13.12.2010