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08.05.2014
Potenzial für grünen Hafen
Hamburg Ambassadors informieren sich über Zukunftschancen - Hemmschuh Infrastruktur
Der Hamburger Hafen ist für künftige Entwicklungen gut aufgestellt. Diese Botschaft sollen die Hamburg Ambassadors in die Welt tragen. Im Rahmen des jährlichen Treffens der Hamburg Ambassadors, bedeutender Persönlichkeiten, die im Ausland leben, aber mit Hamburg eng verbunden sind, wurde am Dienstag im Rahmen einer Podiumsdiskussion die künftige Entwicklung des Hamburger Hafens beleuchtet.
Harald Kreft, Leiter der Hafenbahn der Hamburg Port Authority(HPA), HHLA-Geschäftsführer Thomas Lütje und UVHH-Präsident Günther Bonz verdeutlichten aber auch die Probleme, mit denen der größte deutsche Seehafen konfrontiert ist. Als stärkster Hemmschuh für die Entwicklung stellt sich die Infrastruktur dar: der sanierungsbedürftige Nord-Ostsee-Kanal, die Anbindungen über die Autobahnen A1 und A7, die noch nicht leistungsgerecht ausgebauten Schienenanbindungen und schließlich die ausstehende Elbvertiefung.

UVHH-Präsident Bonz mahnte aber auch zu einer gewissen Gelassenheit: „Viele Infrastrukturprojekte sind mittlerweile auf dem Weg und brauchen einfach Zeit. Bis dahin müssen wir mit intelligenten Systemen und gemeinsam vernetzt nach Wegen suchen, den Hamburger Hafen für unsere Kunden am Laufen zu halten. Auch das Thema „Smart Port“ werde große Bedeutung gewinnen.

Einig waren sich Bonz, Kreft und Lütje in der Frage, wo Hamburg in 15 Jahren stehe. „Hamburg wird die wichtigste Verkehrsdrehscheibe für Nordeuropa mit einem Potenzial von 200 bis 220 Millionen Verbrauchern sein; grün und ökologisch ausgerichtet; mit ausgebauten und leistungsfähigen Hinterlandanbindungen und einer angepassten Fahrrinne in der Elbe“, prognostizierte Bonz.

pk, Täglicher Hafen-Bericht, 8.5.2014