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27.09.2010
Elbvertiefung „dringend erforderlich“
Niedersächsischer Wirtschaftsminister schlägt neue Töne an
Bei den Vertretern der Hamburger Hafenwirtschaft dürfte gut angekommen sein, was Niedersachsens Wirtschaftsminister Jörg Bode am Dienstag im Hafen-Klub zur geplanten Elbvertiefung sagte. Hatten seine Vorgänger nur immer wieder betont, dass die Sicherheit der Deiche Vorrang haben müsse, war von dem FDP-Politiker jetzt zu hören, dass es in diesem Punkt deutliche Fortschritte gegeben habe und die Dinge „auf einem guten Weg sind“. Mehr noch: Die Vertiefung der seewärtigen Zufahrt des Hamburger Hafens sei „dringend erforderlich“, zumal es sich nach der Zahl der dort beschäftigten Arbeitnehmer auch um den größten niedersächsischen Hafen handele.
Bode sieht in der Umweltschutzgesetzgebung die größten Probleme für die Realisierung des Projekts. Weil die Naturschutzverbände auf jeden Fall gegen den Planfeststellungsbeschluss klagen würden, müsse sehr sorgfältig geplant werden. Das Ergebnis müsse aber nicht nur gerichtsfest, sondern auch finanzierbar sein. Ziel der für die Planung federführenden WSD Nord in Kiel ist es nach wie vor, den Entwurf des Planfeststellungsbeschlusses bis Jahresende vorzulegen. Das bestätigte eine Behördensprecherin auf Nachfrage der DVZ.
(wö) - DVZ 23.9.