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Wie tief soll die Fahrrinne der Elbe werden?
Die Unter- und Außenelbe soll künftig für Containerschiffe mit Tiefgängen bis zu 13,50 m jederzeit befahrbar sein. Schiffe mit Tiefgängen zwischen 13,50 und 14,50 m sollen während der Flut fahren können. 

Dafür wird die Fahrrinne auf die sogenannte "Solltiefe" gebracht. Sie errechnet sich aus dem Tiefgang plus einigen Aufschlägen, z.b. für die Seitenneigung bei Kurvenfahrt oder Wind ("Krängung"), das Eintauchen des Schiffs während der Fahrt ("Squat") oder Aufschlägen für die Sicherheit ("Handbreit Wasser unterm Kiel"). Im Schnitt wird die Fahrrinne rund 1,5 bis 2 m (max. 2,4 m) tiefer sein als bisher, wobei allerdings nicht überall gebaggert werden muss, da die Elbe streckenweise durch natürliche Vorgänge bereits heute teilweise erheblich tiefer ist als die Solltiefe.

Aufpassen muss man bei den Maßeinheiten. Der Tiefgang misst die Eintauchtiefe des Schiffes im Salzwasser in Metern. Die Solltiefe ist dagegen die Angabe für die Fahrrinnentiefe an einem bestimmten Ort. Gemessen und angegeben wird die Solltiefe in Metern unter Normalnull, also in Beziehung zu einem festen topographischen Maßstab. Da der Wasserspiegel der Elbe z.B. bei Niedrigwasser an verschiedenen Orten verschieden hoch sein kann, wird auch die Solltiefe je nach Ort unterschiedliche Werte aufweisen (in Cuxhaven ca. -19.00 m NN, in St. Pauli ca. -17, 30 m NN).  Häufig wird aber auch die Tiefe nicht auf Normalnull bezogen, sondern auf Seekartennull (KN). KN entsprach lange dem mittleren Springtideniedrigwasser, wird seit 2005 aber international einheitlich mit dem niedrigstmöglichen Gezeitenwasserstand gleich gesetzt (Lowest Astronomical Tide).